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Ab sofort Check-ins mit CWA und luca-QR-Codes möglich


10 Nov 2021

Nutzer:innen der Corona-Warn-App (CWA) können jetzt auch in Betrieben einchecken, deren Besitzer:innen auf das luca-System setzen. Das Anbringen von zwei verschiedenen QR-Codes wird damit überflüssig und das Leben von Betreiber:innen und Besucher:innen leichter. Was gibt es für Nutzer:innen der jeweiligen Apps zu wissen?

 

1. Was ist neu an der CWA des Robert-Koch-Instituts 

Die CWA kann ab sofort QR-Codes einscannen, die Betreiber:innen für Check-ins (im CWA-System “Eventregistrierung” genannt) mit der luca App erstellt haben, und nun auch für den CWA-eigenen Check-in-Prozess nutzen.

2. Welche QR-Codes können von welcher App eingescannt werden?

Die ab dem 25.05.2021 erzeugten luca-QR-Codes können sowohl von der Corona-Warn-App als auch von luca App gelesen (eingescannt) und für den Check-in-Prozess verarbeitet werden – sofern die Betreiber:innen dem nicht explizit widersprochen haben. 

3. Warum kann die luca App umgekehrt die QR-Codes der CWA nicht einlesen?

Die für das System der Corona-Warn-App erzeugten QR-Codes können von der luca App nicht eingescannt werden. Der Grund: Das luca-System übermittelt den Gesundheitsämtern im Rahmen einer Kontaktnachverfolgung die hierzu benötigten Kontaktdaten von Besucher:innen der betreffenden Veranstaltung oder des Betriebs, die Gesundheitsamt-konform sein müssen. Es werden die Kontaktdaten von Besucher:innen übermittelt. Das ist bei der CWA nicht vorgesehen! Für diesen Vorgang sind also QR-Codes nötig, die sich von denen der CWA unterscheiden 

4. Was passiert beim Scan der QR-Codes durch die CWA?

Sobald Nutzer:innen mit der Corona-Warn-App einen luca-QR-Code einscannen, werden sie automatisch in den Check-in-Bereich der CWA geführt (Details dazu im Blog der CWA). Für Nutzer:innen der luca App ändert sich nichts.  

5. Welche Unterschiede gibt es zwischen der CWA und der luca App beim Check-in/der Eventregistrierung?

Werden Nutzer:innen der CWA nach Besuch eines Betriebs, in den sie mittels QR-Code-Scan eingecheckt haben, positiv auf SARS-CoV-2 getestet, können sie mit Hilfe der CWA andere Teilnehmende der gleichen Veranstaltung unverzüglich warnen. Über die luca App liegen dem zuständigen Gesundheitsamt die Kontaktdaten der Nutzer:innen vor, die gleichzeitig mit der später positiv getesteten Person in dem betreffenden Betrieb waren. Je nach Risikoeinschätzung durch die Expert:innen in den Ämtern spielen diese über das luca-System eine Warnung an die Nutzer:innen aus oder kontaktieren die Betroffenen direkt, um auf das Risiko hinzuweisen oder häusliche Quarantäne zu empfehlen. Infektionsketten können damit effektiv und schnell unterbrochen werden. 

6. Können Nutzer:innen der luca App gewarnt werden, wenn eine CWA-Nutzer:in positiv getestet wurde?

Nein, nicht automatisch. Selbst wenn Nutzer:innen der beiden Apps den gleichen QR-Code scannen, fließen keine Daten von einem System in das andere. Erst wenn das zuständige Gesundheitsamt beispielsweise von einem Testlabor von der Infektion erfährt, kann es die betroffenen luca-Nutzer:innen persönlich über den möglichen Risikokontakt informieren.  

7. Müssen Nutzer:innen der Apps Einstellungen auf ihren Smartphones verändern? 

Nein. Die nun geschaffene Mitnutzung der luca-QR-Codes durch die Corona-Warn-App, die für Eventregistrierungen und Check-ins eingesetzt werden kann, bringt keine weiteren Änderungen für die Nutzer:innen mit sich. 

CWA-Nutzer:innen können weiterhin ohne Eingabe von Kontaktdaten am CWA-System teilnehmen, während die Kontaktdaten von luca-Nutzer:innen wie gewohnt im Fall einer Kontaktnachverfolgung ausschließlich vom zuständigen Gesundheitsamt entschlüsselt werden können. 

8. Müssen Betreiber:innen ihrerseits tätig werden? 

Das luca-System wurde bereits im Mai auf die Mitnutzung vorbereitet. QR-Codes, die danach erstellt wurden, können ab sofort durch die CWA eingescannt werden.  

Nur Betriebe, die seit dem 24. Mai 2021 keine (neuen) QR-Codes erzeugt haben, müssen dies nun nachholen, wollen sie ihren Besucher:innen auch den Check-in per CWA ermöglichen. Solltest du einen der gut 190.000 Betriebe vertreten, die sich vor dem Stichtag im luca-System registriert haben, beziehungsweise vor dem 25.05 erzeugte QR-Codes verwenden, dann kannst du deinen Gästen den CWA-Check-in durch frisch erstellte Codes ermöglichen.  

Bei der Erstellung der QR-Codes entscheiden Betriebe selbst, ob sie den Check-in durch die CWA ermöglichen. Ist in den jeweiligen Landesregierungen eine Kontaktdatenerfassung vorgeschrieben, reicht der Check-in durch die CWA nicht.  

9. Fließen Daten von Nutzer:innen ab jetzt durch die Systeme der jeweils anderen App?

Nein, die Apps kommunizieren nach dem Scan des Codes wie gewohnt ausschließlich mit ihren eigenen Backend-Systemen. Ein Datenaustausch zwischen CWA und luca findet dementsprechend nicht statt. Das bedeutet auch: Eine Kontaktdatenübermittlung findet nicht statt.  

Die Mitnutzung der luca-QR-Codes durch die CWA wurde sorgfältig vorbereitet. Alle sicherheitsrelevanten Aspekte wurden in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem BfDI und dem BSI ausgearbeitet und geprüft.

10. Benötigen Nutzer:innen nur noch eine App für Check-in/Eventregistrierung?

Es empfiehlt sich, weiterhin beide Apps zu installieren. Die CWA und luca basieren auf unterschiedlichen Ansätzen und verfolgen unterschiedliche Ziele: Die CWA ermöglicht eine schnelle Warnung von Personen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip. Diese Warnung erfolgt über die App selbst. 

Die luca App erfasst Kontaktdaten der Teilnehmer:innen einer Veranstaltung und legt sie mittels zweier kryptografischer Keys sicher verschlüsselt im luca-System ab. Im Infektionsfall übergibt die positiv auf SARS-CoV-2 getestete Person ihre Kontaktdaten an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses kann nach Freigabe durch die betroffenen Betreiber:innen die Daten entschlüsseln und so alle Personen kontaktieren, die denselben QR-Code gescannt haben. 

Für den technischen Vorgang – also das Scannen der QR-Codes – werden jedoch nicht beide Apps benötigt. 

11. Warum wurde die Mitnutzung umgesetzt?

Angesichts steigender Inzidenzen und mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate, in denen sich das Leben vermehrt in Innenräumen abspielt, ist es wichtig, den Check-in-Prozess zu vereinfachen, zu beschleunigen und mit einem QR-Code zu versehen, der von beiden Apps eingelesen werden kann. 

12. Kontaktdatenerfassung nur über luca App

Wichtig ist, dass die Corona-Warn-App (CWA) keine Kontaktdaten aufnehmen kann. Betriebe, die zur Kontaktdatenerfassung verpflichtet sind, können dieser Pflicht nur nachkommen, wenn die Gäste über die luca App einchecken. Ein Check-in ausschließlich über die CWA ist dafür nicht ausreichend, da die CWA keine Daten ans Gesundheitsamt übermitteln kann.

Bleib gesund!

Dein luca-Team