AKTUELLPressemitteilung

luca+ bundesweit in 322 Gesundheitsämtern verfügbar


29 Sep 2021

Kontaktnachverfolgung wird noch effizienter

 

Berlin, 29. September 2021. In dieser Woche starten zahlreiche Gesundheitsämter mit luca+, einer umfassend aktualisierten Version des luca-Systems. Die Neuerungen wurden in den vergangenen zwei Wochen intensiv von über 20 Gesundheitsämtern erprobt und feinjustiert. Im Mittelpunkt des Updates steht zum einen die intelligente Kontaktnachverfolgung auf verbesserter Datenbasis, die die Gesundheitsämter bei der Risikoanalyse unterstützt und sie entlastet. Zum anderen wurden die Kommunikationsmöglichkeiten mit den über 30 Millionen Nutzer:innen verbessert. Entsprechend der Risikoanalyse können die Gesundheitsämter nun direkt über luca+ mittels des dreistufigen Verfahrens “Informieren, Warnen und Kontaktieren” mit den Bürger:innen kommunizieren.

Die Grundlage der intelligenten Kontaktnachverfolgung per luca wird außerdem künftig mit erhobenen Eckdaten über den jeweiligen Standort angereichert. Dazu gehören Informationen wie Raumgröße und Belüftung sowie das automatische Erkennen von Orten mit möglicherweise erhöhtem Infektionsgeschehen. Die Gesundheitsämter können anhand von luca+ Risiken schneller und differenzierter analysieren. Nutzer erhalten dann entweder einen Hinweis, eine Warnmeldung über ein erhöhtes Infektionsrisiko oder werden telefonisch kontaktiert. Zusätzlich profitieren sie vom Redesign der App mit vereinfachtem Check-in und Dokumentenzugriff. Der bewährte Systemhinweis, der Nutzer:innen über einen Datenzugriff informiert, bleibt bestehen.

Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. sagte dazu: “Gesundheitsämter sind ein sehr effektives Mittel zur Kontaktnachverfolgung. Sie müssen durch digitale Hilfsmittel wie SORMAS und luca entlastet werden, damit wir auch im anstehenden Herbst mit 2G- und 3G- Modellen Infektionsketten schnell unterbrechen können, um die ohnehin knappen Ressourcen der Gesundheitsämter zielgerichtet einzusetzen.“

Mehr als 20 Gesundheitsämter haben sich an der Testphase von luca+ beteiligt und haben Anregungen eingebracht, darunter auch Hamburg. In den Gesprächsrunden ging es unter anderem um die Formulierung der genauen Texte der Warnmeldungen, die künftig von den Gesundheitsämtern ausgespielt werden können. Mit dem Vorgehen und Ergebnis zeigt sich auch Marc-Andre Röske, Ärztliche Leitung – Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung (ZUK) aus dem Corona-Stab Hamburg zufrieden: „Der Erfahrungsaustausch zwischen den Gesundheitsämtern ist sehr wertvoll und wir sind uns einig, dass digitale Kontaktnachverfolgung auch in Zukunft ein wichtiger Baustein bei der gemeinsamen Bekämpfung der Corona- Pandemie bleibt. Mit luca+ haben wir ein System, das noch besser auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist, uns in der Ansprache von Kontaktpersonen entlastet und im Zusammenspiel mit Betreibern und Nutzern einen echten Mehrwert liefert.“

luca ist die erste digitale Lösung, die die Verwaltung flächendeckend mit mehr als 30 Millionen Menschen verknüpft und eine direkte, schnelle und digitale Ansprache der Bürger:innen durch die mehr als 300 Gesundheitsämter deutschlandweit erlaubt. Den Launch von luca+ verknüpft luca mit einem umfangreichen Schulungsangebot. Neben persönlichen Einweisungen werden Video-Tutorials und Livestreams für die Gesundheitsämter angeboten. „Wir sehen uns als Digitalisierungspartner der Gesundheitsämter und wollen einen Beitrag leisten, dass wir die Pandemie gemeinsam in den Griff kriegen. Das schaffen wir nur, wenn alle Beteiligten luca+ als eine der wichtigen Säulen der Pandemiebekämpfung richtig einsetzen und Kontakte nachverfolgen können. Wir freuen uns, dass so viele Gesundheitsämter, Betreiber:innen und Bürger:innen dies aktiv tun und laden alle Unentschlossenen zum Austausch, Testen und Feedback geben ein, damit wir möglichst gut durch den anstehenden Herbst und Winter kommen.“, sagt Patrick Hennig, Geschäftsführer von luca.

Die luca App ermöglicht lückenlose und sichere Kontaktnachverfolgung und ist damit ein wichtiger Baustein, um sicher in eine Normalität während der Corona-Pandemie zurückzukehren. Sie wird mittlerweile von mehr als 30 Millionen Bürger:innen an über 360.000 luca Locations in Deutschland genutzt. In den letzten vier Monaten konnten mit über 180.000 Warnmeldungen zahlreiche Infektionsketten unterbrochen werden. Zudem wurden bereits knapp 2.500 der neuen Warnmeldungen ausgespielt. Ab Oktober soll es auch für die Betreiber:innen noch einfacher werden: Eine eigene Mobile-App steht dann im App-Store bereit und erweitert das vorhandene luca-Locations-Managementtool.