AKTUELLPressemitteilung

luca Connect: Entlastung für Gesundheitsämter


07 Dez 2021

Neues Feature luca Connect ermöglicht personalisierte Direkt-Nachrichten an über 40 Millionen luca-Nutzer:innen und entlastet Gesundheitsämter

 

  • Erstmals personalisierte Direkt-Nachrichten zwischen Gesundheitsämtern und 40 Millionen Bürger:innen möglich
  • Nutzer:innen können ihren Impf- und 2G-Status in der App für ihr zuständiges Gesundheitsamt freigeben, sodass Gesundheitsämter sich stärker auf Risikokontakte konzentrieren können
  • Mit Hilfe von luca und nunmehr 40 Millionen Nutzer:innen können Bürger:innen, Politik und Gesundheitsämter besser verstehen, wo Infektionen verstärkt stattfinden und basierend auf dem vergangenen Infektionsgeschehen und dem Umstand vor Ort noch gezielter informieren

Berlin, 7. Dezember 2021. Heute stellt luca erstmals sein neues Feature luca Connect vor, das im Laufe des Monats für alle Gesundheitsämter und Nutzer:innen der luca App zur Verfügung stehen wird. Durch das aktuell sehr dynamische Infektionsgeschehen entstehen massive Verzögerungen und Infektionsketten können nicht mehr effektiv unterbrochen werden. Außerdem stehen wichtige Informationen für die Gesundheitsämter wie etwa der Impfstatus nicht zur Verfügung. luca Connect verbindet Nutzer:innen enger mit ihren zuständigen Gesundheitsämtern und ermöglicht erstmals das personalisierte Ausspielen von Direkt- Nachrichten an die Bürger:innen. Wichtige Mitteilungen wie positive Testergebnisse oder Handlungsanweisungen für (geimpfte) Kontaktpersonen erreichen Bürger:innen so schnell und unkompliziert als persönliche Mitteilung über ihre Smartphones.

Um luca Connect zu nutzen, hinterlegen Nutzer:innen ihre persönlichen Daten einschließlich ihres 2G-Status freiwillig in der App und geben diese Daten für das zuständige Gesundheitsamt frei. Die Daten sind verschlüsselt und können weder durch luca noch durch andere Gesundheitsämter gelesen werden. Gesundheitsämtern wird es so ermöglicht, Warnungen oder persönliche Direkt-Nachrichten an genau diejenigen Bürger:innen auszuspielen, die besonders gefährdet, von einem Infektionsgeschehen oder einem Laborbefund betroffen sind. So können luca-Nutzer:innen die Arbeit der Gesundheitsämter effektiv entlasten.

Weiterentwicklung von luca+

luca Connect ist die konsequente Weiterentwicklung des Updates luca+, das bereits Ende September als zusätzlicher Service für die Gesundheitsämter bereitgestellt wurde. Mit Hilfe von luca+ können Gesundheitsämter Bürger:innen bereits jetzt mittels direkt über die App ausgespielten Warnmeldungen vor einer potenziellen Ansteckung warnen. luca Connect geht nun den nächsten Schritt: Durch die freiwillig hinterlegten Daten können Gesundheitsämter noch schneller und differenzierter Risiken analysieren und dann möglicherweise gefährdete Personen individuell über Direkt-Nachrichten informieren.

„Wir sehen uns als Digitalisierungspartner der Gesundheitsämter und wollen unseren Beitrag leisten, um die Pandemie so bald wie möglich in den Griff zu bekommen. Aktuell scheitert es in einigen Fällen an der Information von infizierten Personen. Mit luca Connect wollen wir die Arbeit der Gesundheitsämter in der aktuell wieder sehr angespannten Lage weiter entlasten“, sagt Patrick Hennig, Geschäftsführer von luca. „Anhand unserer kontinuierlich steigenden Nutzungszahlen sehen wir, dass sehr viele Bürger:innen einen Beitrag leisten wollen, um die Unterbrechung von Infektionsketten möglich zu machen. Heute haben wir die Schallmauer von 40 Millionen registrierten Bürger:innen durchbrochen. Je mehr dieser Nutzer:innen sich freiwillig an luca Connect beteiligen, desto wertvoller wird luca Connect als Informationsquelle für Gesundheitsämter.“

Der Schutz privater Daten hat für luca absolute Priorität. Die von den Nutzer:innen zur Verfügung gestellten Daten – Namen, Telefonnummern und 2G-Status – können ausschließlich von dem zuständigen Gesundheitsamt der Region entschlüsselt und analysiert werden. Das dem luca- System zugrunde liegende Kryptographiekonzept wurde mit einem erfahrenen Partnernetzwerk, unter anderem mit Fraunhofer AISEC entwickelt. Zusätzlich hat luca seinen Code früh unter einer Open-Source Lizenz veröffentlicht, um die Expertise von externen Sicherheitsexpert:innen einzubeziehen.

Über luca:

Die luca App wird aktuell von mehr als 40 Millionen registrierten Nutzer:innen genutzt. Hinzu kommen über 440.000 Betriebe wie Restaurants, Cafés, Clubs oder Bars. 323 von 375 Gesundheitsämtern deutschlandweit sind an das luca-System angeschlossen und verschicken jeden Monat Zehntausende Warnmeldungen. Allein innerhalb der letzten 28 Tage gab es mehr als 30 Millionen Check-ins via luca App, die in den letzten 14 Tagen zu mehr als 50.000 individuellen Warnmeldungen durch die Gesundheitsämter geführt haben [Stand: 06. Dezember 2021]. Das unterstreicht die Relevanz einer intelligenten Kontaktnachverfolgung.

Mit Hilfe von luca können Gesundheitsämter Rückschlüsse in Bezug auf Ort,
Zeit, vergangenes Infektionsgeschehen und Höhe des Risikos für potenzielle
Kontaktpersonen ziehen. Auf Basis dieser Informationen kann das zuständige Gesundheitsamt situativ Risikobewertungen vornehmen, wiederkehrende Infektionsherde identifizieren und Infektionsketten effektiv unterbrechen. luca und die Corona-Warn-App (CWA) können ergänzend zum Einsatz kommen. Die CWA erfüllt den Zweck eines Gefahren-Radars mit Abstandsmessung. Infiziert sich eine Person, werden Kontaktperson anonymisiert über die App gewarnt. Ein Rückschluss auf den Ort der möglichen Infektion oder die Dauer
der Risikobegegnung kann nicht getroffen werden.