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luca stellt klar: Wissenswertes zur Anbindung an Sormas

Mit SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) gibt es eine Software zur Pandemiebekämpfung, die etliche deutsche Gesundheitsämter nutzen (Stand August). Das luca-System kann Daten auf verschiedenen Wegen an Sormas liefern. Wie können Gesundheitsämter die Systeme verbinden? 

 

Sormas ist nach Auskunft des Anbieters inzwischen in vielen deutschen Gesundheitsämtern (347 von knapp 400, Stand: 17. August 2021) installiert. Aus Sicht des luca-Systems ist Sormas die führende Anwendung. Meint: Hier laufen alle Informationsfäden zusammen. Übermittelt beispielsweise ein Testlabor eine Meldung über eine positiv auf SARS-CoV2 getestete Person an Sormas, können die Mitarbeitenden im zuständigen Gesundheitsamt den Fall mit weiteren Informationen anreichern: Symptome, eventuelle Vorerkrankungen, welche Behandlungen wurden bereits verabreicht und so weiter. 

Geht es ums Identifizieren möglicher Kontakte dieser Person, kommt luca ins Spiel: luca kann auf verschiedenen Wegen Daten an Sormas übermitteln. Entweder importieren die Mitarbeitenden die aus luca exportierten Kontaktdaten per Datei (CSV, spezifische Austauschformate, Microsoft Excel) in Sormas, oder sie können bei einer Anbindung von luca an die Sormas-API die Daten direkt übergeben. Hierzu fragt luca die bearbeiteten Fälle ab und liefert dann nach Auswahl des betreffenden Eintrags alle mit dieser Person in Verbindung stehenden Kontaktdatensätze an Sormas. 

API-Schnittstelle oder Austauschformat? 

In Sachen Anwenderfreundlichkeit oder Effizienz gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen der Datenübermittlung per Sormas-API oder einem der Sormas-spezifischen Dateiaustauschformate für Kontaktdaten, die luca beherrscht. Importieren Nutzer:innen eine solche Datei, lassen sich die Kontaktdaten direkt dem gerade bearbeiteten Fall zuordnen. Einzig das Importieren einer allgemeinen CSV- oder Microsoft-Excel-Datei erfordert mehr manuellen Eingriff durch Anwender:innen. 

Wie finden Sormas und luca zusammen? 

Damit ein Gesundheitsamt die REST-API von SORMAS nutzen kann – sei es für luca oder eine der gut 80 anderen Anwendungen, die die Schnittstellen beliefern können – muss es sich diese vom Betreiber des Systems (ITZBund) freischalten lassen.  

Will sich ein Amt bei SORMAS die REST-API freischalten lassen, muss es sich im Klaren darüber sein, dass die SORMAS REST-API dann per se uneingeschränkt – natürlich mit Zugangsdaten – aus dem gesamten Internet erreicht werden kann. Ein Einschränken des Zugriffs auf einzelne Anwendungen wie luca ist derzeit nicht möglich.  

Aus Sicherheitsgründen, ist ohne diese Freischaltung ansonsten kein Zugriff auf die REST-API von SORMAS möglich. Einen konkreten Sicherheitsvorfall gab es nicht, die standardmäßige Deaktivierung erfolgte laut ITZBund vorsorglich.   

Wir greifen jedem Gesundheitsamt beim Einrichten und der Integration in die bestehenden Prozesse jederzeit gerne unter die Arme. 

Unter gesundheitsamt@luca-app.de können Sie sich jederzeit an uns wenden.