AKTUELLPressemitteilung

luca veröffentlicht aktuelle Zahlen zum Infektionsgeschehen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens


15 Nov 2021
  • Verhältnismäßig wenige Warnmeldungen in Restaurants, Cafés, Kinos, Einzelhandel sowie Theater, Kultur und Museen. Vergleichsweise starke Häufung von Warnmeldungen in Clubs und Bars (72 Prozent aller Warnmeldungen im Oktober).
  • Warnmeldungen werden erst nach einer Risikobewertung durch das jeweilige Gesundheitsamt herausgegeben. Hamburg zeigt, dass hohe Anzahl von Warnmeldungen (1. bis 14. November 68.972 Warnungen ausgespielt) eingebettet in ein fortschrittliches Pandemie-Management – also 2G, Tests, aktive Nachverfolgung – zu geringeren Inzidenzen bei Geimpften führen kann.
  • luca CEO, Patrick Hennig: „Nach fast zwei Jahren Pandemie haben wir eine robuste Datenbasis, um eine noch besser Entscheidungsgrundlage für Betreiber:innen, Politik und Bürger:innen zu bieten. Von den aktuell 38 Millionen Nutzern der luca App können wir – selbstverständlich aggregiert und anonymisiert – eine Menge über das Infektionsgeschehen lernen.“

Heute hat luca eine aktuelle Auswertung von Warnungen veröffentlicht, die von Gesundheitsämtern an Nutzer:innen herausgegeben wurden. Die Daten zeigen, an welchen Orten mit luca-Check-ins bisher Infektionen stattgefunden haben, die nach einer individuellen Risikobewertung durch die Gesundheitsämter zu Warnhinweisen per App oder zu Anrufen bei Nutzer:innen führten. Einer individuellen Warnung gehen Abwägungen durch das Gesundheitsamt hinsichtlich Ort, Anzahl der Besucher zum relevanten Zeitpunkt und Raumeigenschaften voraus. Bloße Nähe, beispielsweise im Freien, reicht für eine Warnmeldung durch luca nicht aus.

Demnach werden im Verhältnis zu anderen Locations wenige Warnmeldungen bei Restaurants, Cafés, Kinos, im Einzelhandel sowie im Theater und in Museen abgegeben. Eine Häufung der Warnmeldungen ist dagegen bei Clubs und Bars zu beobachten. Im vergangenen Oktober haben die Gesundheitsämter bundesweit rund 130.000 Warnungen an Besucher:innen von Clubs und Bars gesendet. Das entspricht einem Anteil von rund 72 Prozent aller via luca ausgespielter Warnungen in diesem Zeitraum.

„Mit den Zahlen wollen wir einen weiteren wichtigen Datenpunkt liefern, um Politiker:innen, Bertreiber:innen aber auch Bürger:innen dabei zu unterstützen, ihre Entscheidungen auf Basis möglichst guter und vollständiger Informationen zu treffen“, sagt Patrick Hennig, CEO des luca-Entwicklers culture4life. Die Daten sind komplett aggregiert und anonymisiert und lassen keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen zu. Hennig weiter: „Die aktuell niedrigen Inzidenzen unter Geimpften in Hamburg zeigen, dass ein reger Einsatz von Warnmeldungen eingebettet in ein fortschrittliches Pandemie-Management einen echten Unterschied beim Verlauf der Pandemie machen kann, indem Hotspots und Super-Spreading-Events durch Nachverfolgung identifiziert und Infektionsketten intelligent unterbrochen werden.“

Nachdem die luca App im Oktober die Marke von 36 Millionen Nutzer:innen geknackt hat, steigt weiterhin die Zahl der User-Registrierungen. Insbesondere rund um Halloween konnte ein starker Anstieg der Neuanmeldungen beobachtet werden. Dabei gingen 65 Prozent der Check-ins zu Halloween von Personen aus, die sich erstmals via luca in einer Location eingecheckt haben. Das zeigt, dass sich derzeit viele Menschen dazu entschließen, sich erstmals zum Ausgehen auch wieder in Innenräume zu begeben.

Die luca App wird aktuell von mehr als 38 Millionen registrierten User:innen genutzt. Hinzu kommen über 420.000 Betriebe wie Restaurants, Cafés, Clubs oder Bars. 323 von 375 Gesundheitsämtern deutschlandweit sind an das luca System angeschlossen, um jeden Monat Zentausende Warnmeldungen zu verschicken. Seit Juni 2021 gab es 250 Millionen Check-ins via luca App, die zu mehr als 370.000 individuellen Warnmeldungen durch die Gesundheitsämter geführt haben. Das unterstreicht die Relevanz einer intelligenten Kontaktnachverfolgung. Auf Basis dieser Informationen kann das Gesundheitsamt situativ Risikobewertungen vornehmen, Besucher abgestuft warnen, wiederkehrende Infektionsherde identifizieren und Infektionsketten effektiv unterbrechen.

Der Schutz privater Daten hat für luca absolute Priorität. Das luca zugrunde liegende Kryptographiekonzept wurde mit einem erfahrenen Partnernetzwerk, unter anderem mit Fraunhofer AISEC entwickelt. Zusätzlich hat luca seinen Code früh unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht, um auch externe Sicherheitsexpert:innen zu überzeugen. Weder die Gesundheitsämter noch die Betreiber:innen oder luca selbst können allein auf Daten zugreifen. Positiv getestete Nutzer:innen müssen der Freigabe ihrer Historie explizit durch Übermittlung einer TAN an das Gesundheitsamt zustimmen.