Kontaktnachverfolgung mit luca

Was kann luca Connect? Ein Gespräch mit Patrick Hennig

By Februar 4, 2022August 10th, 2022No Comments

04 Feb 2022

Mit luca Connect wird luca interaktiv: Zwischen Gesundheitsämtern und Nutzer:innen ist in Zukunft ein direkter Austausch möglich. Wie das genau funktioniert und warum das gerade jetzt so wichtig ist, erklärt der luca-Geschäftsführer Patrick Hennig im Interview.  

 

Patrick, was ist luca Connect? 

luca Connect ist eines der größten Updates des luca-Systems seit seiner Einführung. Mit luca Connect können Gesundheitsämter in einem Infektionsfall gezielt nach einzelnen luca-Nutzer:innen suchen. Voraussetzung dafür ist, dass diese Personen ihren Impf- oder Genesenennachweis in luca hinterlegt haben. Wenn sie außerdem ihren 2G-Status und ihre Kontaktdaten mit dem für sie zuständigen Gesundheitsamt geteilt haben, können die Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamts sie über Namen oder Telefonnummer auffinden. Anschließend können sie den gefundenen Nutzer:innen individuelle Warnhinweise direkt über ihre luca App senden.

Wieso macht luca das? Oder, anders gefragt: Wieso ist luca Connect jetzt wichtig?  

Wir sind mitten in der vierten Welle. Omikron hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir im Kampf gegen das Virus flexibel sein müssen.

Wenn ich Informationen mit dem Gesundheitsamt teile, helfe ich den Mitarbeiter:innen aktiv dabei, Infektionsketten zu durchbrechen.

Patrick HennigGeschäftsführer culture4life GmbH
Was genau heißt „flexibel sein“ – was braucht es jetzt? 

Die Lage in den Gesundheitsämtern ist fatal. Wegen der hohen Inzidenzen ist eine Kontaktnachverfolgung kaum mehr möglich – die Mitarbeiter:innen der Gesundheitsämter kommen bei den vielen Infizierten einfach nicht mehr hinterher. Genau hier setzt luca Connect an: Die neuen Funktionen vereinfachen die komplizierten Meldewege und beschleunigen so das Prozedere enorm. Außerdem bieten sie den Gesundheitsämtern eine noch fundiertere Basis für ihre Risikoeinschätzung. Auf diese Weise werden wieder Ressourcen für die Kontaktnachverfolgung frei. 

Warum sollte ich als Nutzer:in da mitmachen?

Wenn ich Informationen mit dem Gesundheitsamt teile, helfe ich den Mitarbeiter:innen aktiv dabei, Infektionsketten zu durchbrechen. Für mich als Nutzer:in ist das völlig unkompliziert: Mit wenigen Klicks kann ich die Daten freigeben, die das Gesundheitsamt braucht, um einschätzen zu können, wie gefährdet ich durch einen Infektionsfall bin. Und um mich ohne großen Zeitaufwand über dieses Risiko zu informieren. Ich kann also auf einem ganz einfachen Weg aktiv werden und helfen, das Pandemiegeschehen einzudämmen. 

Was genau gebe ich frei? Und wer kann das entschlüsseln? 

Ich hinterlege mein Impf- oder Genesenenzertifikat. Dann gebe ich meinen 2G-Status und meine Kontaktdaten frei, und zwar nur für das Gesundheitsamt, das für meine Region zuständig ist. Die Mitarbeiter:innen dort können diese Informationen bei einem Infektionsfall ganz gezielt abrufen. luca oder andere Gesundheitsämter können die Daten nicht entschlüsseln.

Welchen potenziellen Einfluss hat das auf den Verlauf des Pandemiegeschehens? 

Wenn in den Gesundheitsämtern wieder Ressourcen für effiziente Kontaktnachverfolgung freiwerden, können lokale Ausbrüche schneller eingedämmt werden. Dadurch wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Fallzahlen insgesamt beherrschbar bleiben und unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Und auf diese Weise trägt luca Connect zum Abebben der Pandemie bei.

Patrick, vielen Dank für dieses Gespräch! 

Die Kontaktnachverfolgung mit luca ist zurzeit ausgesetzt. Die luca-Infrastruktur bleibt erhalten, sodass Gesundheitsämter bei Bedarf jederzeit wieder über luca Kontaktdaten abrufen können. luca bietet Nutzer:innen neue Funktionen, die dir weiterhin helfen, deinen Alltag angenehmer zu gestalten. Mehr dazu findest du hier.